Gemüsetarte & 5 Kochbücher

Ich bin ja verrückt nach Kochbüchern. Nur Menschen, die eine ähnliche Leidenschaft haben, können das verstehen. Glaube ich. Die selbe Leidenschaft, die hinter dieser „Sucht“ steckt, macht jemanden wie mich natürlich auch sehr anfällig für Pinterest & Co. Bilder voller Inspiration… In diesem Beitrag teile ich also einerseits ein Rezept mit euch, das mir schon öfter in Pinterest unterkam und andrereseits stell ich euch ein paar meiner liebsten Bücher aus meinem Koch- & Backbuchfundus vor…

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Man möge bitte nicht zu dem Trugschluss kommen, dass dies hier meine fünf liebsten Kochbücher sind. Oh nein – wie könnte ich aus rund 100 Kochbüchern sagen, welches mein liebstes ist?? Das wäre wie wenn man Stiefel mit Sandalen vergleicht oder Pasta mit Reis! Jedes Buch zu seiner Zeit. Jede Pasta zu ihrem Stiefel. Oder so ähnlich.

Und weil Kochbüchergucken so hungrig macht – mich zumindest – gibt’s im Anschluss was zum Essen. Oder Kochen, bzw. Backen.

Los geht’s mit…

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Yotam Ottoleghi’s Das Kochbuch

Wer den aus Israel stammenden Koch noch nicht kennt, dem sei er hiermit ans Herz gelegt!
Seine mediterran inspirierten Rezepte lassen nicht nur GemüseliebhaberInnen förmlich überschwappen, sondern auch Gewürzgurus in neue Sphären tauchen. Seine Rezepte sind so raffiniert wie natürlich – im Zentrum stehen immer die Zutaten in all ihrer Pracht: Die Aubergine, der Granatapfel, Safran, Zwiebeln, Rosinen, Couscous, Kräuter, süße Früchte, herzhafte Fleischgerichte…blättert man durch die orientalische Bildervielfalt, man wähnt sich beinahe auf einem Markt, auf dem sich goldgelbe Gewürzpyramiden türmen, süße Datteln glänzen und dampfende Fladenbrote gestapelt werden…
Inspiration pur!
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River Cottage Light & Easy

Hugh Fearnley-Whittingstall – der fast unsaussprechliche Nachname des Autors sollte euch nicht davon abhalten, weitere Nachforschungen anzustellen. Denn Hugh ist nicht nur erfolgreicher Koch in der TV Serie „River Cottage“ sondern auch ein Verfechter ethnisch fair produzierter Lebensmittel. Er setzt sich für nachhaltigen Fischfang ein und zeigt auch, wie auf natürliche Weise, regionale Produkte in einfache, herzerwärmende Gerichte verwandelt werden können. Mit diesem Buch (in Englisch) richtet er sein Augenmerk auch auf den Trend sich weizen- und milchfrei zu ernähren, wobei seine Rezepte dabei so selbstverständlic daherkommen, dass man gar nicht auf die Idee kommt, hier auf irgendwas zu verzichten…
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Anna Jones: A Modern Way to Cook

Neben „A modern way to eat“ – welches selbstverständlich auch in meinem Bücherregal steht – ist dies ein weiteres Buch der jungen Anna, die sich vorallem der vegetarischen und veganen Küche verschrieben hat. In ihren Büchern stellt sie nicht nur einzelne Zutaten, die den Speiseplan eines jeden bereichern können, vor sondern macht Lust auf Alternativen. „A modern way to cook“ ist außerdem in unterschiedliche Kochzeit-Kapitel unterteilt – unbedingt reinschauen!
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Nadia Damasos Eat Better Not Less…

…ist einfach wunderschön! Und damit meine ich nicht nur die hübsche junge Schweizerin, deren Kreativität sich in überquellenden Gläsern mit Bananeneis, garniert mit Beeren und Saaten ausdrückt, sondern die ganze Aufmachung des Buches. Die Fotos sind lustvoll, man möchte formlich hineinspringen und kosten, die Gerichte super gesund und selbst das Papier, die Schrift, die Farben und die hellen Krümel auf dunklem Untergrund lassen Foodieherzen schneller schlagen!
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Yasmin Khan: Die Küche Persiens

Eines meiner neuesten Exemplare. Die Autorin nimmt einen zu Beginn auf eine kleine Reise durch den Iran und erklärt warum ihn die einen so und die anderen Persien nennen. Die Art wie Yasmin Khan die Gerichte vorstellt, lässt ihren persönlichen Bezug spüren und holt einen so auf leichtfüßige Weise an den „Sofreh“. Das Tuch, auf dem frische Dips aus Joghurt und Kräutern, neben herzhaften Suppen aus Hülsenfrüchten, nussigen Safranreis und geschmorten Gemüse- und Lammgerichten serviert werden. Auch hier werden kleine Geschichten verwoben in hungrigmachende Bilder- und Rezeptteile.
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Ich könnte zu jedem Buch ein eigenes Buch schreiben – ich liebe meine Kochbücher, denn sie stecken voller Möglichkeiten, Ideen und Genuss – sie wärmen mein Herz und schmeicheln meinem Auge – verzeiht liebe Köche und Köchinnen, liebe AutorInnen – ich koche viel zu wenig von dem, was ihr da so Wunderschönes anbietet auf dicken Seiten, matt bedrucktem Altpapier, das beim Aufschlagen so wunderbar nach neuem Buch duftet…

Stattdessen gibt es – ebenfalls inspiriert von den Bildern anderer – heute eine bunte Gemüsetarte. Zugegeben – andere haben sich mehr Mühe beim Fotografieren gegeben – aber ich schwöre: Ich habe mich besonders bemüht, die bunten Gemüsestreifen spiralig-gleichmäßig hineinzusetzen in den Mürbteigboden!

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GEMÜSETARTE

Zutaten – Mürbteigboden:

200g helles + 20g Vollkornmehl
90g kalte Butter
1 TL Salz
1 Ei
1 EL kaltes Wasser

Alles zu einem Mürbteig verarbeiten und zu einem Kreis von ca. 24cm Durchmesser ausrollen. Das gelingt am besten zwischen zwei Lagen Klarsichtfolie. Eine Tarteform mit dem Teig auskleiden – die Form muss nicht gebutterter und bemehlt werden!
Kühl stellen für 30 Min. und in der Zwischenzeit den Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.
Ein Stück Backpapier zerknüll’n, öffnen und die Oberfläche des Mürbteigs bedecken. Mit trockenen Hülsenfrüchten füllen und 10 Minuten blind backen.
Anschließend das Papier mit den Hülsenfrüchten abheben (letztere für’s nächste Mal aufheben) und den Boden auskühlen lassen, während man die Füllung vorbereitet:

Zutaten – Füllung:

3 Karotte
1 Melanzani/Aubergine
1 Zucchini
1 große Kartoffel
Salz & Pfeffer

150g Sauerrahm
2 kl. Eier
1 TL Salz
1 TL Kräuter der Provence
2 Zweige Petersilie
150g geriebener Käse (z.B. Emmentaler)

Gemüse mit dem Sparschäler in Streifen schneiden.
Rahm, Eier, Salz, Kräuter verquirlen und Käse einrühren.

Ofen erneut auf 180°C vorheizen.

2/3 der Gussmasse in die Form füllen, mit gehackter Petersilie bestreuen und das Gemüse spiralförmig von innen nach außen hineinstellen. Das dauert etwas – Spalten am besten mit Kartoffelstreifen „flicken“.
Leicht salzen und pfeffern.
Die restliche Gussmasse gleichmäßig auf dem Gemüse verstreichen.
45 Minuten fertig backen.
Mind. 10 Minuten auskühlen lassen, ehe man die Tarte anschneidet.

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Mit einem Joghurt- oder Rahmdipp und grünem Salat servieren!

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3 Kommentare zu „Gemüsetarte & 5 Kochbücher

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