Kokos-Granola mit Extra

Ja, ich weiß – diese ganzen Granolas sind irgendwie schon ausgezutzelt. Als ich diese Mischung vor ein paar Tagen in den Ofen schob, plante ich keinen Blogeintrag. Aber jetzt wo es draußen ist und ich die Finger kaum davon lassen kann, MUSS ich es einfach mit euch teilen. All jene, die eh schon ganz routinemäßig nach Vorbildern wie Ella & Co ihre Granolas regelmäßig zuhause rösten, weggeschaut.
All jene, die immernoch überzuckerte Knuspermüslis im Supermarkt einkaufen, hingeschaut!361Protein-Granola

Falls ihr euch nun fragt was das „Extra“ ist – nun, diese knusprige Kreation liefert euch nicht nur ein köstliches Frühstück (versprochen!), sondern auch eine Extra-Portion an Protein. Und es ist – wenn ihr zertifizierte Haferflocken verwendet – glutenfrei.
Zum Süßen wird kein rafinierter Zucker, sondern bernsteinfarbener Ahornsirup verwendet und durch ein Extra an vieeeel Kokos auch noch eine weitere natürliche Süße hinzugefügt. Beides macht das Müsli an sich schon „crunchy“ – einen zusätzlichen Knusper- und Überraschungsfaktor liefern aber neben Cashewkernen die gerösteten Buchweizen-Körnchen. Weil Sommer ist und sie mit Kokos so unglaublich harmoniert, kommt reichlich Vanille hinzu… Leute ich sage ich – alles zusammen ergibt einen Geschmacks- und Konsistenzreigen, der die Geschmacksknospen auf unserer Zunge tanzen lässt!

Der Mischung habe ich vor dem Backen noch ein biologisches, veganes Proteinpulver aus Sonnenblumenkernen und nach dem Backen gepufften Amaranth hinzugefügt. Dies sorgt für den Extra-Boost an natürlichen Proteinen.
Trotz der Empfehlung Kohlenhydrate vor und Eiweiß nach dem Sport zu verzehren, habe ich festgestellt, dass es mir anders herum besser geht (beispielsweise kann ich unmittelbar vor dem Training problemlos eine Eierspeise aus 3 oder 4 Eiern essen, wenn ich aber eine Scheibe Brot esse, dann bleibt dieses nur ungern im Magen während dem Sport…). Wohl verstehe ich aber, dass die mit dem Eiweiß gelieferten Aminosäuren NACH dem Sport dem Muskelaufbau dienen. So vereint dieses Granola also alles was mir gut tut: Nahrhafte Kohlenhydrate, die die Speicher wieder auffüllen und mich gut gelaunt machen und Eiweiß, welches dafür sorgt, dass meine Muckis auch versorgt sind.

38Protein-Granola

Amaranth liefert nicht nur wertvolle Eiweißbausteine, sättigende Ballaststoffe und essentielle Fettsäuren sondern versorgt uns auch mit Magnesium, Calcium und Eisen. Gepuffter Amaranth ist daher ein Extra, das schnell viele Gerichte aufwerten kann. So auch dieses – an sich schon sehr wert-volle – Granola.

Für mich neu war der Effekt des Röstens auf den rohen Buchweizen!
Gekocht, gebacken, gekeimt – als Porridge, Salat oder in Form von Brot, Scones, Kuchen und Pancakes – all das hatte ich schon ausprobiert und ich muss sagen, dass ich mittlerweile eine Riesenanhängerin dieses super-gesunden Pseudogetreides (mehr zum gesundheitlichen Nutzen HIER) bin!

Was sich beim Rösten in diesem Knuspermüsli entfaltete war ein unglaublich nussiger, fast schon zimt-artiger Geschmack  ❤
Dieser kommt besonders zur Geltung, wenn das Granola in Kefir (oder Joghurt) – wie im Bild oben – eingerührt wird…

Aber zuerste einmal zur Herstellung meines neuen Knusper-Lieblings:

 

ZUTATEN (1 großes Glas oder ca. 7-8 Portionen)

100g grobe Haferflocken
90g Buchweizen, roh
90g Kokosette
50g sehr fein gemahlene Mandeln
60g Cashewnüsse, grob gehackt (oder Cashewbruch)
1/3 TL Salz
1/3 TL Vanillepulver
100g Kokosmus*
90g Ahornsirup
Optional:
2 EL Proteinpulver – z.B. von PUR YA!
1/2 Tasse Amaranth, gepufft – z.B. von ALNATURA

*Bei Kokosmus oder auch „Kokosbutter“ handelt es sich im Gegensatz zu Kokosöl um feinvermahlenes Kokosfruchtfleisch, das neben dem gesunden Fett auch die festen, aromatischen Bestandteile der Kokosnuss enthält. Man erhält es im Bio-Supermarkt oder mittlerweile auch schon bei Spar in der Essig&Öl-Abteilung.
ALTERNATIV kann der feste Bestandteil der Kokosmilch verwendet werden: Dazu eine Dose Bio-Kokosmilch (konventionelle Produkte enthalten oft Verdickungsmittel und Emulgatoren – solche Kokosmilch ist ungeeignet, da sich der feste Bestandteil nicht vom flüssigen trennt) für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen und dann das sich oben absetzende Kokosmus abnehmen.

Ofen auf 170°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Alle trockenen Zutaten bis zur Vanille in einer Schüssel vermischen. Nach Wunsch, das Proteinpulver einrühren.

Kokosmus erwärmen und Ahornsirup einrühren.
Die Mischung über die trockenen Zutaten gießen und mit diesen gründlich verrühren.
Die Masse gleichmäßig auf das Backblech verteilen und für 40-45 Minuten backen; dabei nach 20 Minuten von außen nach innen wenden, sodass keine Krümel am Rand verbrennen, sondern alle Cluster gleichmäßig bräunen.

24Protein-GranolaAnschließend komplett auskühlen lassen, ehe man das Granola in einen luftdichten Behälter – z.B. ein großes Einmachglas – füllt. Nach Wunsch können nun die Amaranth-Popps hinzugefügt werden.

Mit Joghurt, Kefir, Kokos- oder Sojaalternativen und frischen Beeren (ich liebe Heidelbeeren und Bananen!), Pfirsich, Trauben oder geraspelten Äpfeln oder Birnen – je nach Jahreszeit und Belieben – servieren. Nicht empfehlen würde ich rohe, saure Früchte (Kiwis, Ananas, Himbeeren…) und manche würde ich eher eingekocht (Erdbeeren, Marillen, Zwetschken…) dazureichen.

Kokos-Granola mit Kefir, Amaranth & Heidelbeeren

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Ich liebe es pur aus dem Glas als kleine Nascherei zwischendurch, als Topping, aber auch eingerührt und durchgezogen – so eignet es sich auch perfekt zum Mitnehmen und vorbereiten. Keine Angst – auch wenn es dann nicht mehr ganz so knuspert, der Geschmack und auch die Konsistenz bleiben köstlich: während die Hafer-und Kokosflocken ihre Süße an das Joghurt abgeben und gleichzeitig weich und bekömmlich werden, bleiben die Cashewnüsse und Buchweizenkörnchen knackig und verleihen dem To-Go-Frühstück auch noch am nächsten Tag Biss  😉

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