Apfel-Buchweizen-Kuchen

Ich liebe Buchweizen. Und ich bin überzeugt – wenn ihr einmal auf seinen Geschmack gekommen seid, dann geht es euch nicht anders. Und dieser Kuchen wird euch überzeugen. Davon wiederum bin ich überzeugt. Innen saftig, außen knusprig, wunderbar fruchtig und geschmacklich durch ein klassisches Gewürztrio abgerundet: Ingwer, Kardamom & Zimt…apfel-buchweizenkuchen-9Dass es sich ganz einfach mit diesem glutenfreien Korn backen lässt, beweist bereits dieser Buchweizentoast. Er hat meine anfängliche Sorge, dass das Backgut bröselig wird, unmittelbar nach dem ersten Versuch in Nichts aufgelöst. Meiner Meinung nach verträgt Buchweizen gut eine säuerliche Komponente, die seinem etwas erdig-bitterem Geschmack entgegenwirkt. Im Buchweizentoast kommt dabei die Buttermilch zum Zug. Hier sind es die Äpfel und die frischen, fast schon scharfen Gewürzaromen.
Ihr wisst es vermutlich: Trotz seines Namens ist Buchweizen nicht verwandt mit Weizen. Buchweizen stammt ursprünglich aus Ostasien und wir kennen ihn in Form von Sobanudeln aus Japan, Blinis aus Russland und Heidensterz aus der traditionellen Küche hierzulande. Im Gegensatz zu Weizen, ist das enthaltene Eiweiß (und Buchweizen enthält rund 13%!) ernährungsphysiologisch gesehen hochwertiger, da es höhere Anteile der essentiellen Aminosäuren Tryptophan (stimmungsaufhellend), Arginin (gefäßerweiternd und damit blutdrucksenkend) und Lysin enthält.

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Als Knöterichgewächs ist Buchweizen verwandt mit Sauerampfer und Rhabarber und damit automatisch frei von Gluten und Lektin, welche für viele Menschen mittlerweile verdauungstechnisch problematisch geworden sind. Aber auch jene, die ihren Speiseplan einfach um ein hochwertiges Lebensmittel bereichern wollen bietet Buchweizen eine einfach handzuhabende Alternative. Denn nicht nur in Form von Nudeln, Sterz (eine Art dicker, krümelig eingekochter Brei) oder Brot, sondern auch gegart und als Beilage wie Reis serviert, oder in Form von Pancakes wie diesen – oder eben Kuchen bietet Buchweizen eine wunderbare Abwechslung.

Buchweizenmehl bekommt man mittlerweile in allen guten Bio-Supermärkten und Drogerien, wo sie oft auch frisch gemahlen werden können. Ich mahle die kleinen dreikantigen Körnchen zuhause in meiner Mühle oder noch schneller in meiner Bianco puro, einem Hochleistungs-Blender (mit eigenem Aufsatz für trockene Zutaten).

Dieses Rezept habe ich für meine kleine Springform entwickelt (20cm Durchmesser, dafür relativ hoch verglichen mit klassischen Springformen) – es lässt sich aber einfach verdoppeln und reicht dann in jedem Fall für 10 Personen!

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ZUTATEN (6 Portionen, oder 8 kleinere Stück)

2 große Äpfel

150g Buchweizen, fein vermahlen
130g Vollrohrzucker (1 EL davon auf die Seite geben)
8-10g Backpulver (1/2 Päckchen)
1/3 TL Salz
Je 1/2 TL gemahlener Ingwer, Kardamom und Zimt

130g Butter oder Margarine, geschmolzen (1 EL davon aufheben)
3 gehäufte EL Mascarpone (oder Sauerrahm)
2 Eier

Zubereitungszeit: 1 Stunde

Den Ofen auf 155°C Umluft vorheizen, eine kleine Sprinform mit Butter oder Backpapier vorbereiten.

Äpfel nach Wunsch schälen. Vierteln, vom Kerngehäuse befreien und in schmale Spalten schneiden.

Die trockenen Zutaten in eine Schüssel sieben.
Den Mascarpone mit der flüssigen, aber nicht mehr heißen Butter/Margarine glattrühren und gemeinsam mit den beiden Eiern unter die Mehlmischung rühren. Dafür reicht ein Schneebesen – es muss nicht lang gemixt werden!

Die Kuchenmasse in die Form füllen, mit den Apfelspalten dicht belegen und die Oberfläche mit der restlichen Butter bepinseln sowie mit dem Esslöffel Zucker bestreuen.

50 Minuten backen. 5 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann herauslösen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

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10 Kommentare zu „Apfel-Buchweizen-Kuchen

  1. Liebe Catha,
    der Kuchen sieht wirklich fantastisch aus. Wir lieben Buchweizen und backen sehr gern damit. Deinen Kuchen werden wir auf jeden Fall nach backen.
    Viele Grüße aus Ye Olde Kitchen, Eva und Philipp

  2. Hallo Catha!
    Der Kuchen ist gerade im Ofen und ich hoffe, endlich einen Kuchen gefunden zu haben, den auch geplagter Allergiker essen können. Bei mir ohne Mascarpone und mit Birnen 😉

  3. Hallo Catha!

    Ich hab den Kuchen gestern mit meiner Schwester ausprobiert und er ist sehr gut gelungen. Wir haben ihn um ca. 50g Walnüsse erweitert, was gut gepasst hat. War auch super, dass er recht einfach und schnell zu machen ist. Alle waren begeistert und wir werden ihn sicher wieder machen.

    1. Liebe Susi!
      Das freut mich total – das Ziel der meisten meiner Rezepte ist, die Zubereitung so einfach wie möglich zu gestalten und dabei trotzdem Neues zuzulassen – das Backen mit Buchweizen ist gar keine Hexerei, oder 🙂
      Liebe Grüße,
      Catha

  4. Warum muß die Seite einen schwarzen Hintergrund haben? Normalerweise klicke ich jede schwarze Seite ungelesen gleich weg.
    Wie soll ich das Rezept kopieren um es in der Küche verwenden zu können.
    Ich will kein Rezept mit schwarzen Streifen.
    Dein Rezept hört sich gut an.
    Würde es gern ausprobieren ,aber aus genannten Gründen werde ch es nicht tun.
    Gruß Bianka

    1. Hallo liebe Bianca,
      Danke für dein Feedback – ich war auch sehr unglücklich mit dem Hintergrund – aus irgendeinem Grund ließ er sich das Theme nicht mehr bearbeiten und ich dachte, wird schon keiner merken, wenn ich es einfach in ein paar Tagen nochmal probiere mit dem Umstellen.
      Tja, falsch gedacht – voll erwischt und siehe da, es geht. Hab jetzt wieder das frühere Theme genommen…sollte also wieder lesbar sein 😉
      Das Rezept ist wirklich lecker und einfach – ich teile es ja nicht zu MEINER Bereicherung, sondern weil ich die Freude an guten Rezepten gerne weitergebe.
      Du hast ja die Wahl 🙂
      Alles Liebe,
      Catha

  5. Danke, für das Rezept. Habe die eineinhalbdache Menge für eine 26er Firm genommen, jedoch die Menge der Gewürze gleich gelassen. Der Kuchen ist einfach zu machen, gelingt prima und hat super geschmeckt, ohne dass eines der Gewürze dominant wäre. Perfekt. Kann ihn mir auch mit Birnen gut vorstellen.
    Und er funktioniert ebenso als Muffin;
    dann eben mit kleinen Apfel-/Birnenstückchen.
    Danke nochmals!

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