Wedding Cake… ein bisschen Boho Chic, ein bisschen Romantik,…

Dass es ein sogenannter „naked cake“ werden soll, darin waren sich Braut und Bäckerin unabgesprochen einig. Blieb nur die Frage vegan oder nicht (zur Zeit der Planung verzichtete die Bald-Braut auf Tierisches), welche jedoch schnell ad acta gelegt wurde. Schokolade musste her, das stand fest. Und Creme, und Blumen und Früchte…

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Nach einigen Recherchen, Notizen, Zeichnungen, zahllosen „How-to…“-Videos und einem Probebacken stand der Plan:

  • Der Kuchen sollte saftig wie ein Brownie sein (Check: Bräutigam)
  • Die Creme sollte nicht nur aus geiler Butter bestehen, sondern auch eine leichte Komponente enthalten und somit eine Balance zwischen Kuchen und Deko schaffen
  • Die Dekoration sollte der Jahreszeit entsprechen (Spätsommer) und eine Melange aus Beerenfrüchten und Blumen sein, die die Torte umspielt
  • Das Hochzeits-Motto „YEAH, YEAH!“ würde in Form einer Wimpel-Kette aufgegriffen werden

_DSC2324 _DSC2355 _DSC2367Die Herausforderung bestand in erster Linie aus der Planung der Menge (60 Personen) und dem Vorort-Aufbau des Naked Cakes – zumal der Wetterbericht nichts Gutes verhieß… Welch Glück, dass er so unzuverlässig war und es statt Regen Sonne gab!

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Die Hochzeit fand Anfang September in der Stadtflucht Bergmühle statt. Eine perfektere Location hätten sich Petra und Marco für sich nicht aussuchen können!
Der Verein für Kochen und Muße, wie er sich selbst beschreibt, bietet einen wunderschön grünen, wenngleich verspielt-unordentlichen Rahmen für eine Hochzeit, die auf Ungezwungenes setzt und die Natur, das Essen und die Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Dementsprechend liebevoll und stimmig war die Gestaltung und die Bilder sprechen Bände…

_DSC2277_DSC2271_DSC2242_DSC2234_DSC2279Ich durfte mich in der offenen Küche austoben, das Wetter war perfekt (sonnig, aber nicht zu heiß) und die geschäftigen Menschen rundherum verliehen dem Ort mit geschickten Händen einen romantisch-blumigen Glanz, der wunderbar mit dem – ich nenne es mal so – Boho Chic der Stadtflucht Bergmühle zusammenpasste…

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Auch wenn ich bei der Trauung und Feier selbst nicht dabei war, so war es mir doch eine riesengroße Freude, dem Brautpaar das Fest mit dieser Torte zu versüßen.

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Fotos: (c) by Ina Aydogan
Danke an dieser Stelle für die wunderschönen Fotos!

Rezepte

Der Kuchen
Orientiert habe ich mich an diesem Rezept, wobei ich die Zuckermenge deutlich reduziert habe.

Die Creme
Was auf den Bildern nicht erkennbar ist, die einzelnen Böden sind mit zwei Cremen gefüllt, die ich ringförmig aufgetragen habe (sodass sich beim Anschnitt eine zwei-farbige Füllung ergab). Die weiße Creme ist eine klassische Buttercreme, welche ich durch einen hohen Anteil an Frischkäse und Vanille verfeinert habe (ein Rezept findet ihr z.B. hier). Innen befindet sich eine Schokoladenganache, die man nach Grundrezept zubereiten kann (hier gibt es ein Rezept).
Zusätzlich wurde jeweils eine Seite dick mit Erdbeermarmelade bestrichen…

Die Deko
Erdbeeren und Ribiseln, die an den Sommer erinnern, Brombeeren, Trauben und Feigen die den Herbst einläuten, Minze und kleine Margariten*, die blumige Akzente setzten und dem dunklen Schokoladenbraun durch ihre zarte Struktur ein Bisschen Leichtigkeit entgegensetzen sollten…
* Bei Verwendung von Blumen immer darauf achten, dass diese nicht giftig sind (oder vom Straßenrand gepflückt wurden) und die Stiele mit speziellem „Flower tape“ umwickeln, bevor man sie in den Kuchen/die Creme steckt.

Die Technik – ein paar Tipps:

  • Die Böden am Vortag backen und gut kühlen
  • Mit Hilfe eines Lineals und Zahnstochern alle Böden gleich hoch schneiden (abgeschnittene Deckel können vernascht und/oder zu Cake Pops verarbeitet werden)
  • Creme frisch aufschlagen vor dem Füllen der Böden und mit Hilfe eines Spritzsackes auftragen
  • Um die unterste Scheibe, die auf einer Tortenplatte liegt, rutschfest zu machen, gibt man einen Klecks Creme auf die Platte und platziert dann die erste Lage des Kuchens darauf
  • Bis zum Anscheiden kühlen (je nach Tortengröße mind. 2 Stunden) und vor dem Anschneiden ca. 20-30 Minuten temperieren (also herausnehmen)
  • Bei einer mehrstöckigen Torte:
    Nachdem der untere Teil zusammengesetzt ist, steckt man 4-5 dicke Strohhalme kreisförmig ins Zentrum der Torte und markiert die Stelle an der sie aus dem Kuchen herausschauen. Dann nimmt man alle Halme raus, legt sie aneinander und kürzt sie alle auf die Länge jenes Strohhalms mit der längsten Markierung. Dann wieder in den unteren Tortenteil hineinestecken und eine dünne Tortenplatte (sie sollte ca. 3mm kleiner sein als der obere Stock) darauflegen. Man muss beim Reinstechen der Strohhalme also vorher darauf achten, dass der Radius dem der kleinen Tortenplatte entspricht!

Vielen Dank an dieser Stelle auch an meine liebe Freundin Zola, die mir mit ihrer Erfahrung so manch wertvollen Rat gegeben hat!

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6 Kommentare zu „Wedding Cake… ein bisschen Boho Chic, ein bisschen Romantik,…

  1. Hallo Catha,

    der Cake sieht superschön & superlecker aus!
    Was meinst du, ist es möglich die einzelnen Etagen aus Böden, Buttercreme & Schokoladenganache schon am Vortag zusammen zu setzen, 24h zu kühlen & den Naked Cake am nächsten Tag vor dem Verzehr „nur noch“ zu stapeln?

    1. Hallo Sarah,

      Meinst du aus platztechnischen Gründen?
      Am besten ist es sowieso den Kuchen DORT zusammenzusetzen, zu stapeln und zu kühlen wo er auch serviert wird, da somit jegliches Risiko minimiert wird.
      Aber wenn du die Böden zuerst zusammensetzt und am nächsten Tag den Oberteil auf den entsprechend vorbereiteten Unterteil setzt, sollte das kein Problem sein. Behalte dir auf jeden Fall noch Creme zum „Kleben“ und Dekorieren auf. Die gekühlte Buttercreme ist halt nicht mehr spritzfähig – ggf. nochmal auf Raumtemperatur kommen lassen und aufschlagen…

      Viel Erfolg!
      *C*

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