Grüner Karfiolreis mit Nüssen & Ofengemüse

Kann es sein, dass ein kulinarischer Mangel in der Kindheit ein erhöhtes Bedürnis nach eben diesem auslöst? Während ich als Kind so gut wie kein Gemüse mochte (nicht, dass ich damit eine Ausnahme wäre), kann ich heute praktisch nicht genug davon bekommen. Es geht mittlerweile dahin, dass ich viele Beilagen wie Reis, Kartoffeln etc. durch Gemüsebeilagen ersetze (und ersetzen lasse), weil ich es so gerne esse. Ein Gericht wie dieses ist mittlerweile typisch für mich:

Karfiolreis mit Gemüse

Wer glaubt, ich verfolge damit einen low-carb-Trend oder ähnliches liegt im übrigen falsch. Ich könnte glaube ich gar nicht ohne Kohlenhydrate – Fakt ist aber, dass ich mich lieber an buntem Gemüse satt esse und mir dann noch ein Stück Schokolade oder ein Cookie hinten nach schiebe.

Auch bin ich kein großer Saucen- oder besser gesagt Dip-Fan.
Vermutlich auch ein Relikt aus früher Prägung. Allerdings eines, das geblieben ist.
Wem hier also etwas zum Eintauchen fehlt, dem empfehle ich einen einfachen Joghurt-Dip oder dergleichen. Ich bin da zugegeben nicht so die Spezialistin😛

Tatsächlich ist Karfiol-„Reis“ – ähnlich wie „Zoodles“ – abgekupfert von der Paleoküche. Zucchininudeln liegen absolut im Trend und ich finde sie sind eine super Ergänzung um Pastagerichte aufzuwerten, leichter zu machen und geschmacklich eine neue Richtung zu geben.
Hier ein Beispiel wie sich Pasta durch Gemüse ersetzen lässt.

Karfiolreis mit Gemüse-3

Die Paleo-Küche ist gekennzeichnet durch das Weglassen sämtlicher stärkehaltiger Lebensmittel (Getreide, Pseudocerealien, stärkehaltige Knollen und Wurzeln) und Milchprodukte sowie raffinierter oder stark verarbeiteter Lebensmittel (Zucker, Wurstwaren u.ä.).
Ich bin zwar keine Freundin von „verbotenen“ Lebensmitteln, aber ich finde es immer spannend, sich verschiedene Ernährungsweisen näher anzuschauen und dann nach Lust und Laune Gerichte und Lebensmittel in den eigenen Speiseplan einzubauen. Besonders wenn ich leichte, einfache und gesunde Ideen, Alternativen und Lösungen entdecke – finden auch sogenannte Trends schnell Einzug in meine Küche. Warum auch nicht!? Wenns schmeckt und Spaß macht und sich dabei gut anfühlt und man auch noch Abwechslung in die Küche bringt!

Aus diesem Grund findet ihr auf meine Blog…

…glutenfreie Gerichte: Auf glutenfreie Alternativen wie Buchweizen, Mais, Quinoa & Co zurückzugreifen, öffnet nicht nur unseren Horizont für neue Geschmäcker, sondern wir ergänzen unsere Ernährung um gesunde Inhaltsstoffe, die nur in diesen Produkten enthalten sind. Allerdings interessiere ich mich nur für natürliche Alternativen – das Backen mit glutenbefreiten Spezialmehlen ist m.M.n. maximal für diejenigen interessant, die Weizen, Dinkel & Co aufgrund von Zöliakie nicht essen dürfen. Da ich nicht zu dieser Gruppe gehöre, ist es für mich uninteressant. Wenn ich jedoch mein Buchweizenbrot backe, dann weil ich es unfassbar lecker finde und mich gleichzeitig daran begeistere, dass es ohne die üblichen Verdächtigen so einfach gelingt!

…vegane Gerichte: Nicht nur weil ich in einem veganen Restaurant/Deli gearbeitet habe und dort eine Menge Inspiration mitgenommen habe, sondern auch, weil ich mich lange Jahre ohne Fleisch und Milchprodukte ernährt habe und es nach wie vor für vernünftig halte, öfter als „ab und zu“ auf der pflanzlichen Seite den Kochlöffel zu schwingen. Außerdem habe ich festgestellt, dass mit dem richtigen Rezept auch Kuchen und Backwaren sehr einfach gelingen und z.T. eine kostengünstige Alternative bieten, da sie ohne Eier auskommen!

…“Steinzeit“-Gerichte: oder eben solche Rezepte, die das Beiwort „paleo“ tragen.

Hier, bei diesem Gericht könnte ich es auch hinschreiben. Aber mir geht’s nicht darum, dass es dies oder jenes ist. Mir gehts darum, dass es einfach ist, schmeckt und relativ schnell zubereitet werden kann. Jede der oben genannten Küchen hat Vor- und Nachteile. Und da ich es mit dem Essen wie mit Meinungen halte (Ideen, Glaube und vermeintliches Wissen unterliegen stetem Wandel), möchte ich mich befreit von jeglicher Verschreibung durch die kulinarischen Trends bewegen können wie durch ein Schlaraffenland, aus dem ich mir herauspicke, was mir gefällt und schmeckt und gut tut.

Karfiolreis mit Gemüse-4

Wer jetzt eigentlich nur wissen wollte, was das auf dem Foto oben ist und wie es gekocht wird, dem bin ich hier noch eine Antwort schuldig, die ich dafür in umso kanckiger Kürze geben möchte:


ZUTATEN (pro Person):

1 Melanzani
1 Süßkartoffel
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Kräuter der Provence (z.B. diese Mischung)

1/2 Karfiol
1-2 TL Butter (oder Nussöl)
Salz
1/4 Bund frische Kräuter wie Petersilie & Basilikum
1 Kinderhand voll Macadamianüsse (oder geröstete, geschälte Haselnüsse oder gehackte Mandeln)

Zubereitungszeit: 50 Minuten

Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Melanzani und Süßkartoffel waschen und die Melanzani in dicke Scheiben (mind. 12mm) schneiden, die Süßkartoffel in breite Spalten (Viertel).
Mit etwas Olivenöl beträufeln und mit den Gewürzen bestreuen.
Auf einem Blech verteilen und ca. 40-50 Minuten backen, nach der Häkfte der Zeit einmal wenden.
Die Melanzani müssen butterweich und die Süßkartoffel goldbraun sein.

Währenddessen in einen höheren Topf einen Dämpfeinsatz stellen/hängen und nur soviel Wasser einfüllen, dass dieses die Löcher des Dämpfeinsatzes gerade nicht berührt. Auf den Herd stellen und einschalten. Karfiol putzen und in grobe Röschen teilen. In den Dämpfeinsatz geben, salzen und bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel weich garen (je nach Größe der Röchen dauert das ca. 10-15 Minuten).
Herausheben, Wasser weggießen und 1-2 TL kalte Butter in den Topf geben (schmilzt sofort). Karfiolröschen hinein und mit dem Kartofelstampfer zu einer „reisartigen“ Konsistenz zerkleinern.
Petersilie sehr fein hacken.
Nüsse grob hacken.
Beides in den Karfiolreis rühren und abschmecken.

Mit dem Ofengemüse – und nach Wunsch mit einem Dip – servieren.

Karfiolreis mit Gemüse-5

Das Gericht wird ganz einfach vegan, indem man statt Butter Nussöl für den Karfiolreis nimmt!

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