Mürber Apfelkuchen

Jedes Obst hat seine Saison. Daher sollte an dieser Stelle ein Rhabarberkuchen aufscheinen.
Vielleicht hole ich diesen noch nach. Wenn es jedoch spontan ein Obstkuchen werden soll, dann wird es bei mir in der Regel immer Apfelkuchen in irgendeiner Form, denn Äpfel habe ich immer zuhause…
Äpfel sind zudem Tausendsassa, also richtige Alleskönner: Praktische Jause, lang haltbar, voller Vitamine und Nährstoffe, roh, gekocht, gedünstet, gebacken und gekocht lecker, sowohl in süßer als auch in salziger Gesellschaft willkommen, exotisch und bodenständig verwendbar…und auch: wunderhübsch!

Apfelkuchen 3Angesichts der (nach einer ziemlich sommerlich anmutenden Woche) mittlerweile wieder fast herbstlichen Temperaturen, darfs dann auch ein bisschen Zimt sein…

Den Teig für diesen köstlichen Apfelkuchen kann man natürlich auch zweckentfremden, denn es ist ein simpler Mürbteig, der aber nicht trocken ist sondern weich, saftig und gleichzeitig knusprig bäckt!
Damit die Äpfel sich in diese sandfarbene Hülle gut einschmiegen, werden sie vorher weichgedünstet.

Apfelkuchen 2Hier noch ein paar Pluspunkte für das kleine Kraftpaket:
* Neben Vitamin C liefert der Apfel auch reichlich Vitamin B6, welches an diversen Stoffwechselvorgängen beteiligt ist – etwa an der Bildung von Niacin, welches wiederum wichtig für Haut, Bindegewebe und Nerven ist.
* Äpfel enthalten Pektine, die als wasserlösliche Ballaststoffe vom Körper nicht verdaut werden, sorgen für ein längeres Sättigungsgefühl, sie regulieren die Darmfunktion und wirken cholesterinsenkend
* Die meisten Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe stecken natürlich wie immer in der Schale oder unmittelbar darunter. Aber auch in den Kernen finden sich zahlreiche gesundheitsaktive Wirkstoffe. Es lohnt sich also die ganze Frucht zu verputzen!

Für diesen Kuchen habe ich die Schale der Farbe wegen oben gelassen, aber selbstverständlich könnt ihr die Äpfel schälen (und wenn ihr sie vorher gewaschen habt gleich vernaschen…ihr wisst schon, wegen der ganzen guten Dinge darin).

Für eine laktosefreie Variante Butter durch Margarine (etwa Alsan) oder auch laktosefreie Butter (bei Spar, Hofer…) ersetzen und die Teigblätter mit Eidotter statt Obers bestreichen!

Apfelkuchen 5

ZUTATEN (ein kleines Blech oder eine größere Tarte-Form):

250g glattes Mehl
1/2 TL Backpulver
Prise Salz
140g kalte Butter oder Margarine
80g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 Ei

1kg Äpfel
2 EL Zucker
1 gestrichener TL Zimt
1 EL Butter/Margarine
1 Bio-Zitrone
3 EL Rum

Evtl. Mehl zum Ausrollen, etwas Eidotter, Milch oder Obers zum Bestreichen

Zubereitungszeit: ~ 2 Stunden

ZutatenFür eine größere Darstellung Bilder anklicken!

Für den Mürbteig Mehl, Backpulver, Salz und Zucker sowie Vanillezucker in eine Rührschüssel sieben.
Die kalte Butter/Margarine in Stücken dazu geben, ebenso das Ei und alles rasch zu einem glatten Teig verkneten. Diesen mit Folie abgedeckt für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Zubereitung 1Während der Teig ruht, entkernt man die Äpfel und schneidet sie in schmale Spalten. Mit dem Saft der Zitrone und dem Rum marinieren.
Zucker, Zimt und Butter vorsichtig in einer großen Pfanne zum Schmelzen bringen, Apfelspalten samt Marinade hinzufügen und bei kleiner bis mittlerer Hitze 5-10 Minuten weichdünsten. Auskühlen lassen.

Zubereitung 2Für eine größere Darstellung Bilder anklicken!

Ofen auf 180°C vorheizen. Das kleine Blech oder die Tarteform mit Backpapier auskleiden.
Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwas größer als die Backform ausrollen (etwa 3-5mm dick) und auf die entsprechende Größe zuschneiden. Die Teigplatte in die Form legen, sodass ein kleiner Rand entsteht und die Äpfel hineinfüllen, gleichmäßig verteilen.Aus dem restlichen Teig – wenn es sich noch ausgeht – ein Gitter formen, oder so wie hier beliebige Formen ausschneiden oder ausstechen und auf die Äpfel legen. Nach Belieben mit Milch, Obers oder Eidotter bestreichen. Für 45 Minuten in den Ofen schieben.

weich und saftigknusprig goldDiese Apfelsorte ist relativ knackig geblieben – da der Kuchen keinen Guss hat, werden die Früchte auch nur durch den Teigboden zusammengehalten – ich würde daher empfehlen, die Äpfel richtig weich zu dünsten, bis sie fast zerfallen.
Geschmacklich tut’s aber keinen Abbruch❤

Apfelkuchen 1Dieser Teig ist einfach so wunderbar, dass ich ihn sicher bald mit einer saisonaleren Frucht belegen und backen werde…vielleicht mit Rhabarber, Pfirsichen, Marillen…

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