Safran-Karfiol mit Rosinen & Oliven

Die vergangenen Wochen im delibluem, dem neuen Bistro am Hamerlingplatz, waren turbulent, lehrreich, inspirierend, erfolgreich, spannend und voll neuer Düfte, Geschmäcker, Gesichter und Eindrücke. Es gibt noch viel zu tun, das Team und das Essen wächst mit jedem Tag und dementsprechend sind in den letzten Wochen 99% meiner Koch- und Genießer-Leidenschaft in dieses Projekt geflossen. Ich will euch aber auch ein bisschen teilhaben lassen an unserem Glück, das vorallem durch feinste Bio-Zutaten aber auch durch Überraschungen an neuen Kombinationen pflanzlicher Lebensmittel besticht.
So wurde erst unlängst dieses – dem Ottolenghi’schen Kochbuch abgeluchste – Rezept probegekocht, für ausgesprochen lecker befunden und sogleich von mir am heimischen Herd nachgekocht.
Wie immer habe ich mich nicht ganz genau an das Rezept gehalten, die Grundzutaten sind aber gleich…

Safran-Karfiol_3Die goldgelbe Farbe verdankt dieses Gericht dem teuersten Gewürz der Welt: dem Safran, welcher aus den händisch geernteten Stempelfäden einer Krokusart gewonnen wird und leicht bitter-herb aber auch wunderbar unvergleichbar aromatisch schmeckt. Glücklicherweise benötigt man zum Aromatisieren und Färben nur sehr geringe Mengen, welche man vor Verwendung in warmen Wasser ziehen lässt.

Safran gilt sowohl als Aphrodisiakum als auch als natürliches Antibiotikum, welches das Immunsystem stärkt und gegen Fieber helfen soll. Sowohl in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als auch im Ayurveda werden ihm zudem Blut- und Kreislauf-stärkende Wirkkräfte zugeschrieben!

Die Kombination des leicht bitter-scharfen Safrans mit süßen Rosinen und Zwiebeln gleicht den Geschmack im Gericht wunderbar aus und: es schmeckt sowohl warm als auch ausgekühlt als Salat!
Bei den Oliven würde ich auf eine mild-schmeckende Sorte zurückgreifen (etwa solche, die man auch für einen Martini nehmen würde) – sie „beißen“ sich sonst etwas mit den anderen Aromen!

4 zutatenWer wie ich eine Cocette – also einen gusseisernen Schmortopf/Steingut-Topf – besitzt, kann den Safran-Karfiol darin zubereiten – das erhält alle Aromen auf beste Weise. Ansonsten tut es auch jedes andere ofenfeste Geschirr, welches einen Deckel besitzt oder durch Alufolie verschließbar ist.

Safran-Karfiol_1

ZUTATEN (2-4 Personen):

1 mittelgroßer Karfiol (Blumenkohl)
1/2 TL Safranfäden
1 Zwiebel
50g Rosinen/Sultaninen
50g grüne Oliven, entsteint
30-40g Olivenöl
Salz und Pfeffer
2 Lorbeerblätter
1/3 Bund Petersilie

Karfiol_ZutatenDen Ofen auf 200°C vorheizen – wer einen Schmortopf verwendet, stellt diesen ebenfalls schon in den Ofen.

Safran in eine Schüssel geben und mit 80ml heißem Wasser übergießen.
Karfiol in gleichgroße Röschen zerteilen, Strunk dabei entfernen.
Zwiebel schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden.
Entkernte Oliven grob hacken.
Die Rosinen mit dem Safranwasser übergießen und etwas anziehen lassen.

Safran-Karfiol_Zubereitung 1Zwiebel, Lorbeer und Safranrosinen (1) und die restlichen Zutaten (außer Petersilie!) miteinander vermischen (2), in die Cocette oder eine Auflaufform geben (3), abdecken und 40 Minuten schmoren (4). Dabei ein bis zwei Mal dazwischen umrühren:
Safran-Karfiol_Zubereitung 2Die Petersilie darauf verteilen und den Karfiol pur oder mit frischer Sauerteig-Ciabatta, fester Polenta, gekochter kurzer Pasta oder einfach pur genießen:

Safran-Karfiol_2Je nachdem ob der Karfiol als Hauptspeise, Vorspeise, Beilage oder Salat gegessen wird, reicht er für 2 bis maximal 4 Personen.

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