Buch-Rezension „Because you are hungry“

Bereits im Oktober letzten Jahres durfte ich beim Bio-Kochduell #twitcook07 die beiden Foodblogger Toni und Bene von because you are hungry kennen lernen und mit ihnen im Team kochen. Damals lief die Nominierung für den AMA Food Blog Award noch, kurz darauf hatten sie ihn in der Tasche. Wohlverdient, denn den beiden strahlt die Leidenschaft, Ambition und Lust am Kochen, Experimentieren und Essen förmlich aus den Gesichtern.
Dass sie kurz darauf ein Kochbuch herausgebracht haben, hat mich persönlich daher nicht verwundert und nun habe ich ein Exemplar in Händen und darf in dem noch druckfrischen Buch blättern, gustieren und mit jeder Seite ein bisschen mehr Hunger bekommen – because I am hungry!

BYAH_RezensionIch liebe ja Kochbücher und wähle jene, die meine wenigen Regale bestücken, sorgfältig und nach strengen Kriterien aus – die da wären:

  • Qualität des Buches insgesamt (Hardcover, Softcover, Fotos, Text…)
  • Thematik
  • Persönlichkeit & Kreativität des Autors/der Autorin
  • Aufbau & Gliederung
  • Verständlichkeit und Anschaulichkeit
  • Anspruch
  • Bebilderung der Rezepte
  • „Verführungspotential“

Selbstverständlich ist die Bewertung nach diesen Kriterien rein subjektiv – aber dies soll ja auch eine Buch-Rezension und keine versteckte Werbung werden😉

Gleich vorweg möchte ich natürlich meinen vollen Respekt für die Leistung und den Aufwand zum Ausdruck bringen: Hut ab, Toni und Bene! Über 170 Seiten schüttelt man nicht mal eben aus dem Ärmel, wenn man „nebenbei“ auch noch einen Foodblog betreibt, Architektin und Grafikdesigner ist!

Das Buch mit dem passenden Untertitel „kochen lieben lernen“ kommt kompakt in angenehmer Größe und mit Softcover daher, was vermutlich an der Erstauflage liegt, das Buch so aber auch erschwinglicher macht.
In den Texten wird immer wieder vom „ersten Kochbuch“ gesprochen, was schlussfolgern lässt, dass vielleicht noch eines folgt…

BYAH3Gleich zu Beginn fällt auf, dass beim Design kein Laie am Werk war: Der Inhalt wird – von bunten Grafiken begleitet – in…
…Canapés
…Starters
…Suppen
…Salate
…Pasta & Reis
…Huhn
…Fleisch
…Fisch & Meeresfrüchte und
…Desserts
unterteilt:

BYAH21Für eine größere Darstellung bitte Bilder anklicken!

Fotos, Rezepte und die Headlineschrift haben Toni und Bene eigenen Angaben zufolge selbst geschossen, entworfen und designed. Sowohl aus den Bildern, als auch aus den Rezepten geht hervor, dass keine gelernten Profis (Fotografen, Köche…) sondern Persönlichkeiten mit Liebe und Freude am Gestalten, Experimentieren und Kreieren am Werk waren.
Die Gerichte sind ebenso raffiniert wie bodenständig und einfach, was mir persönlich gut gefällt. Handschriftlich wirkende Tipps und Variationen ermutigen die LeserInnen zum Ausprobieren und spiegeln gleichzeitig die Vorlieben der beiden Autoren.

Hat man sich erst einmal durch das Buch geblättert und gelesen, hat die bunte Vielfalt an Gerichten auf einen wirken lassen, dann schließt sich der Bogen vom „Blunzen-Apfel-Muffin“ zum „Cup of Ice“: Toni und Bene haben es gerne kompakt, handlich, schmackhaft und gut verpackt in Teigtaschen, Gläsern oder sonstwie ummantelt, geschichtet oder belegt. Das Schöne an den Gerichten ist: sie kommen einem bekannt vor und doch sind sie neu interpretiert ohne dabei verkompliziert worden zu sein.
Ein ideales Buch für alle, die gerade Besser-Esser und Selber-Köche werden und auf der Suche nach inspirierender und zugleich nicht überfordernder Lektüre sind!

BYAH61Würde ich meinen o.g. Kriterien entsprechend Sternchen vergeben, so würde eine Bewertung mit einer Skala von einem Stern * (gefällt mir wenig) bis maximal fünf Sternen ***** (finde ich unheimlich toll) so ausfallen:

BYAH5…was rein rechnerisch 4 Sternen entspricht und damit in die Kategorie „Sehr gelungenes, ansprechendes und innovatives Buch“ fällt.
Und in Anbetracht der Tatsache, dass es Tonis und Benes „erstes Kochbuch“ ist, darf man gespannt sein, was da noch kommen mag…
Einstweilen kann man sich hier am Laufenden halten und nach noch mehr Schmankerln und Gerichten aus regionalen Zutaten aber auch einfachen, exotisch angehauchten Leckereien in Gläsern („Verrines“) und diversen Tipps Ausschau halten.

Danke an dieser Stelle auch an Bene und Toni für das Buch, ein weiteres Kleinod und Schmuckstück in meinem vor Kochbüchern übergehenden Bücherregalen!

Diejenigen unter euch, die sich das Buch nun bestellen wollen, können dies hier tun: styriabooks

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