Friands mit Mandeln & Feigen

Was ein Friand ist, wurde bereits in diesem Post ausführlich besprochen. In Kürze: Es handelt sich um ein französisches Küchlein, welches vorallem „Down under“ sehr populär ist, aber auch „up here“ sehr viel Sinn macht, da in der österreichischen Mehlspeiseküche gerne nur Eidotter verwendet werden und sich dadurch das eine oder andere Eiklar ansammelt. Bei frischen Eiern können diese separierten Eiklare problemlos ein bis zwei Wochen in einem sauberen, verschließbaren Glas im Kühlschrank aufgehoben oder sogar eingefroren werden.
Hat man erst einmal ein paar zusammengestottert, lassen sich daraus diese wunderbar leichten Minikuchen in Windeseile zubereiten:

Friands_Mandel_Feige 2Typischerweise wird gerne eine Himbeere mit hineingebacken. Da die Saison aber längst um ist, habe ich mich für eine herbstlichere Verwandte entschieden: die Feige. Wie die Himbeere handelt es sich bei der Feige auch um ein Sammelfrüchtchen, welches aus vielen Steinfrüchten besteht. Ein legitimer Ersatz also. Österreichische Feigen bekommt man für teures Geld in den Sommermonaten Juli und August, unsere mediterranen Nachbarn (etwa Griechenland, Türkei) ernten etwas später, sodass wir jetzt, Mitte Oktober, immernoch saisonal sind. Feigen aus Südamerika können auch den Rest des Jahres gefunden werden – aber da würde ich dann lieber welche aus der näheren Umgebung beziehen und dann getrocknete, die gibt’s das ganze Jahr über. Feigen enthalten zwar jede Menge (Frucht)Zucker, sind daher gute Energielieferanten für Zwischendurch, sie liefern aber auch eine ganze Palette an Mineralstoffen (Calcium, Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen) und Vitaminen, was sie zu echten Nährstoffbomben macht. In der Heilkunde werden der Feige blutbildende und verdauungsfördderne Wirkmechanismen nachgesagt!

frische FeigenAber auch geschmacklich kann die Echte Feige im wahrsten Sinn des Wortes „punkten“ – die angenehme Süße des fast marmeladigen Fruchtfleisches und das knisternde Gefühl der kleinen Nüsschen im Mund finde ich persönlich am allerbesten. Gute, das heißt reife, Feigen geben auf Fingerdruck leicht nach und duften wunderbar honigartig!

Beim letzten Mal habe ich Mandelmehl aus geschälten Mandeln hergestellt, indem ich diese sehr fein vermahlen habe – diesmal habe ich einen Teil der geschälten Mandeln durch „normale“ geriebene Mandeln ersetzt, welche ich noch etwas pulverisiert habe in meiner kleinen Küchenmaschine – das Rezept funktioniert aber auch so. Weder Geschmack noch Konsistenz leiden unter der Verwendung von gemahlenen (braunen) Mandeln gegenüber hellem Mandelmehl.
Eine winzige Prise Zimt hebt das buttrige Aroma…

ZUTATEN (10-12 Stück, je nach Förmchen)

5 Eiklar
150g Butter, geschmolzen
90g sehr fein gemahlene Mandeln
170g Zucker
50g griffiges Mehl
eine Prise Salz
Nach Wunsch etwas Zimt (Messerspitze)
3 reife, frische Feigen oder 125g Beeren

Friands_Mandeln+Feigen ZutatenZeitaufwand: ~ 30 Minuten

Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Formen bereitstellen (ich habe keine eigenen Friandsformen – ein Muffinblech tut’s auch).
Die Feigen waschen, trocken tupfen und ggf. von der Schale etwas befreien (an den Enden zum Beispiel). Anschließend in kleiner Stücke schneiden.

Feigen kleinschneidenDie Eiklar in einer Schüsse kurz aufschlagen (nicht steif mixen), die Butter sowie die trockenen Zutaten mit dem Schneebesen unterrühren und die Masse auf ca. 12 Förmchen verteilen.

20131011-2013-10-11 15.12.42Friands_Mandel_Feige_ZubereitungDie Feigenstückchen auflegen und das Ganze 15-17 Minuten backen bis die Friands goldbraun sind – ein hineingestochenes Holzstäbchen sollte sauber wieder herausgezogen werden, dann sind die Küchlein fertig.
Etwas auskühlen lassen, aus der Form lösen und auf ein Gitter setzen.
Nach Wunsch mit Staubzucker bestäuben.

Friands_StaubzuckernDiese wunderbaren, saftigen Küchlein mit butter-zartem Aroma schmecken auch am nächsten und übernächsten Tag noch 🙂

Saftige FriandsFür eine größere Darstellung Bilder anklicken!

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2 Kommentare zu „Friands mit Mandeln & Feigen

  1. Liebe Catha,
    deine Fotos sind ausgesprochen bunt, kreativ und richtig appetitlich zum Ansehen. Deine Texte finde ich humorvoll und die Bilder dazu lassen mir das Wasser im Mund zusammenlaufen.
    Gott sei Dank, hatte ich schon einige Male das Vergnügen, ein paar (leider nicht alle) dieser Köstlichkeiten zu verkosten.
    Ganz uneigennützigen ist mein Posting natürlich nicht – bei so viel Lob darf ich mich hoffentlich bald auf eine Einladung freuen. 🙂

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