Verliebt in…Kopenhagen! Tredje dag…

An diesem dritten und letzten Tag wurde erst mal ausgeschlafen und nach einem kräftigen Frühstück im Grød (ihr seht, ich bin eine Wiederholungstäterin!), einem Abstecher im Vanishing Point – in dem neben den wunderbaren Keramikschalen, die auch von Grød verwendet werden, Schmuck, Strickwaren aller Art, aber auch Kunstdrucke und Bücher verkauft werden – und einem Blick in die Karamellmanufaktur Karamelleriet, zog uns geschäftiges Treiben vor der bereits im ersten Beitrag genannten Meyers Bageri an. An langen Tischen wurden allerlei Gaumenfreuden für Naschkatzen (wie mich) angeboten. Mittelpunkt des Angebotes bildeten taufrische, knackige Äpfel – angeblich am selben Tag gepflückt – die als Saft, in Zuckersirup getaucht und in gehackte Pistazien getunkt, verbacken in kleinen Apfeltartes oder pur aus der Obstkiste verkauft wurden: Æbler på pindBei den frischen Früchten langten wir gleich zu und am gegenüberliegenden Stand der „Bageri“ kamen wir natürlich auch nicht drum rum, noch einmal zuzuschlagen (für später natürlich – aber ich muss gestehen, dass mich eine nahezu panikartige Gier überkam im Anbetracht der Tatsache, dass mir nur noch ein paar Stunden blieben, mich an Snegln, Scones und anderem Backwerk dieser wunderbaren Bäckerei zu laben!)… Meyers Bageri 2Einen letzten Scone im Gepäck machten wir uns auf den Weg in die City, um die Straßen des sogenannten „Strichs“ – die Strøget – abzuklappern. Diese einst weltweit längste Fußgängerzone bietet unzählige Shoppingmöglichkeiten und Cafés, ist gleichzeitig aber auch Schauplatz zahlreicher Paraden, Straßenfeste und bietet ständig und überall Unterhaltung in Form von Musik, Tanz oder auch nur ein Fleckchen zum Verschnaufen – wie etwa den Rand des Storchenbrunnens, der besonders an sonnigen Tagen ein idealer Platz zum Innehalten, Rundumschauen, Neuorientieren und Neustarten ist. Auf meiner Liste standen noch der eine oder andere Flohmarkt und so begaben wir uns an den Gammel Strand – den Alten Strand. Eigentlich handelt es sich um einen Kanal, der von wunderschönen Gebäuden umrahmt ist und an dem das Schloss Christiansborg liegt. Mich interessierte aber vorallem das bunte Treiben, das schon von Weitem erahnen ließ, dass hier nicht nur Ramsch angeboten wurde. Tatsächlich werden in den Sommermonaten jeden Samstag von 9-17 Uhr allerlei Tische mit Antiquitäten aufgestellt. Neben vielerlei Zierrat, alten Spielekarten und Bildern wird hier beinahe an jedem Stand auch diverses Silberbesteck (und solches, das so tut als ob), Porzellan und antiquarisch anmutendes Geschirr-Allerlei, Oma’s gestickte Deckchen und emailierte Kännchen angeboten. Was ich mir insgeheim gewünscht hatte, offenbarte sich hier in nahezu unüberschaubarer Vielfalt…gut, dass die letzten Kronen noch ausgegeben werden mussten. Und gut auch, dass die Stände um 17 Uhr begannen zusammenzupacken… FlohmarktNachdem Sabine und ich uns mit unseren kleinen Schätzen und einem naturtrüben æblemost noch ein bisschen in die Sonne gesetzt hatten, kam langsam der Gedanke ans Abendessen hoch und gleichzeitig die Erkenntnis, dass wir uns beide keine großen Gedanken über das Wie und Was machen wollten. Wir machten uns also auf den Weg zu unseren Rädern, um mit Sabines Spinatvorräten ein Was-wissen-wir-eigentlich-beide-nicht-Essen zu kochen. Es kam anders… Am anderen Ufer des Gammelstrands wurde an kleinen Tischen unter dem schmalen Sonnenschutz eines Lokals bereits diniert und was da aufgetischt wurde ließ mich innehalten. Meiner Freundin Wunsch („aber heute bitte nix mehr mit Brot“) zum Trotz, beschlossen wir angesichts der servierten Gerichte und der verlockenden Beschreibungen in der Speisekarte, den Spinat Spinat sein zu lassen. Und als es hieß „45 Minuten Wartezeit“ bestärkte das unseren Entschluss nur…Man bat uns solange in der Bar zu warten. Ich will jetzt nicht weiter ins Detail gehen – aber eines ist klar: die besten Cocktails werden im Cocks & Cows serviert, und beim dritten Drink verloren wir den Überblick, den Hunger und auch den Durchblick… Nach gefühlten Stunden wurden wir (der Barkeeper mischte schon wieder die nächste Kostprobe – denn Tatsache ist, dass wir nur zwei Drinks bestellten – aber mindestens sechs „Kostproben“ verabreicht bekamen) vom verkabelten Host abgeholt und an unseren Tisch im kerzenbeleuchteten Hinterhof geführt. Zwei „Miss Veggies“ und eine Schale Chilli Fries später versanken wir in ein glückliches, warmes, gesättigtes und befriedigtes Gefühl, ehe wir uns durch die wieder zum Nachtleben erwachende Stadt Richtung Nachhause aufmachten… Cocks and CowsWas für eine wundervolle Reise! Fast drei Wochen später ist mein Herz, mein Kopf – mein ganzes Ich! – noch immer von den Eindrücken und der Atmosphäre dieser großartigen Stadt erfüllt und beseelt! Ich hoff, ich konnte euch ein bisschen von diesem Gefühl vermittlen, es mit euch teilen und euch – im wahrsten Sinn des Wortes – Appetit auf Kopenhagen machen!

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