Veganes G’röstl

In einem Single-Haushalt sammeln sich manchmal so einige Resteln – gerade zu viel, um verschwenderisch entsorgt zu werden und doch zu wenig, um ein komplettes Gericht daraus zu zaubern.
Wenn zu den Resteln eine Kohlenhydrat-Komponente (z.B. gekochtes Getreide, Pasta, Kartoffeln), ein Eiweißlieferant (ein paar übrig gebliebene Bohnen aus der Dose, ein Stückchen Tofu oder auch ein paar vereinzelte Stückchen gebratenes Fleisch oder magerer Schinken) und dann noch ein Stückerl Gemüse zählen, dann ist quasi schon aufgetischt:

Gröstl_1So ein G’röstl ist ja eigentlich was ziemlich Deftiges – traditionell mit Kartoffeln, Fleisch- oder Wurstresten, abgeschmalzt und pfannengerührt. Solche Gerichte passen – zusammen mit „ein’brennter“ Erbsensuppe und gebutterten Germknödeln – vielleicht besonders gut auf die Speisekarte einer Skihütte. Nicht aber hierher, wo doch gerade Sommer ist und wir auf unsere Bikinifigur schauen wollen😉
Aber auch sonst spricht viel für diese komplett vegane Variante:
Durch den gänzlichen Verzicht auf tierische Produkte belasten wir unseren Stoffwechsel nicht mit Schwerverdaulichem und müssen uns keine Gedanken über Cholesterin oder Ähnliches machen. Verzichten muss man aber dennoch nicht auf den vollen „Hausmanns-Geschmack“: karamellisierte Zwiebeln, deftiger Knoblauch, reichlich Pfeffer und Tofu, der auf Eierspeise macht, treffen auf fluffig gekochte Heurige. Wer’s weniger mehlig mag, nimmt festkochende Kartoffelsorten.

ZUTATEN (pro Person):

2 mittelgroße Kartoffeln
1 kleine rote Zwiebel
2-4 Knoblauchzehen
1/3-1/2 Zucchini
2-3 EL Pflanzenöl
Salz, Pfeffer
100g Tofu (natur)
1/2 TL Curcuma
frische, gehackte Kräuter/Basilikumblättchen

Gröstl_ZubereitungKartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke würfeln. Einen Dämpfeinsatz in einen kleinen Topf stellen und soviel Wasser einfüllen, dass der Boden des Einsatzes gerade noch berührt wird. Wasser aufkochen, Kartoffelstücke in das Sieb geben, salzen und den Topf mit dem Deckel verschließen. Ca. 15 Minuten dämpfen.
Währenddessen Zwiebeln in kleine, aber nicht zu feine Würfel schneiden. Eine ausreichend große Pfanne (antihaft) erhitzen, 1 EL Öl hineingeben und die Zwiebeln darin 10 Minuten unter Rühren anbräunen – ggf. die Hitze etwas reduzieren – salzen. Zucchinistück der Länge nach vierteln und dann wie Scheiben runterschneiden. Knoblauch grob hacken, den Tofu mit den Händen zerkrümeln, oder mit einer Gabel zerdrücken. Mit Curcuma, Knoblauch und etwas Salz vermengen. Den Tofu zu den Röstzwiebeln geben und weitere 5 Minuten mit anbraten. Pfanneninhalt an den Rand schieben und in die freie Stelle in der Mitte 1/2 EL Öl geben, Zucchinistücke dazu, kurz anschwitzen und dann alles miteinander verrühren und kräftig mit Pfeffer abschmecken.
Sobalt die Kartoffeln gar sind, abtropfen lassen und ebenfalls in die Pfanne geben. Das restliche Öl darüberträufeln, 2 Minuten durchrösten und alles erneut mit Salz abschmecken.
Mit frischen Kräutern bestreut servieren.

Gröstl_2

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s