Pasta mit Paprikasugo

Es gibt eine Gemüsesorte, die ist – glaube ich – für die meisten von uns unersetzlich: die Tomate.
Keine andere Frucht bietet soviel Aroma, lässt sich derart vielfältig verwenden und kann Geschmack sowie Konsistenz auf so leckere Art verändern lassen (und wir sprechen hier nicht von blassen Jänner-Glashaus-Tomaten!)…

bild 2
Ob als süß-fruchtiger Salat oder herzhaft eingekochtes Sugo, ob auf Pizza oder in der klassischen Caprese zu frischem Ciabatta – die Tomate ist einfach die beste Freundin aus der Gemüsekiste.

Nicht so, wenn man zu den HIT-Geplagten zählt. Vergeblich suche ich seit Jahren nach einer Alternative. Aber leider bin auch ich dem Charme des Paradiesapfels – hierzulande Paradeiser – derart verfallen, dass ich immerwieder ein bisschen Kopfweh, ein bisschen Bauchgrummeln in Kauf nehme.

Und an den gewissenhaften Tagen bleibt die Tomate im Supermarkt und ich greife zu ihrer Verwandten, der Paprika. Auch wenn beide Nachtschattengewächse sind – der Geschmack und die Konsistenz sind nicht vergleichbar – viel schlimmer: zusammen ergeben die beiden einen noch köstlicheren Geschmack…aber genug davon!

Dies ist ein Sugo, das so tut als ob – dabei ist es ein eigenständige durchaus köstliche Alternative zur klassischen Pasta-Sauce und lässt sich wie das übliche Tomatensugo ebenfalls mit mediterranen Kräutern und würzigen oder milden Käsesorten kombinieren:

bild 1

ZUTATEN (pro Person):

100g (Vollkorn-) Pasta (hier: Dinkelfusilli ohne Ei)
Gegrillter Paprika in Öl (entsprechend der Menge von 2 Stück), abgetropft*
2 EL Ricotta
2 handvoll Ruccola
Salz, Pfeffer

Nudeln in stark gesalzenem Wasser al dente kochen.
Peperonata mit etwas Olivenöl (wenn man selber Paprika im Ofen gegrillt hat, gibt man 1-2 EL/Person hinzu) pürieren, 1 EL Ricotta dazumixen.

Pasta abgießen, dabei etwa 3 EL vom Kochwasser auffangen und zusammen mit den Nudeln in den Topf zurückgeben. Paprikasauce und reichlich frischgemahlenen Pfeffer darunter rühren, kurz erwärmen. Die Hälfte vom Ruccola kurz unterheben, sofort auf einen Teller geben und mit dem restlichen Ricotta (in weichen Flocken) und Ruccola bestreuen. Nochmal pfeffern und ab geht’s!

*Eingelegte Paprika in Öl sind oft gar nicht so leicht zu bekommen – in größeren, gut sortierten Supermärkten oder im Biomarkt (z.B. denn’s) wird man aber fündig. „Paprika al forno“ und „Gegrillte Paprika in Öl“ von LaSelva wären eine Möglichkeit – wichtig ist nur, dass kein oder nur ein geringer Anteil an Essig enthalten ist (sonst wird es zu sauer)!

peperoni

Selbstgemachte Grillpaprika lassen sich im Prinzip einfach herstellen:
Pro Person 2 (rote) Paprika halbieren, säubern, auf ein Blech legen und im 220°C heißen Ofen solange grillen, bis sich die Haut schwarz verfärbt und Blasen bildet. Anschließend sofort in eine Glasschüssel geben, diese mit Klarsichtfolie verschließen und die Paprika im eigenen Dampf auskühlen lassen (dadurch löst sich die Haut vom Fruchtfleisch). Die Haut abziehen, etwas salzen, mit reichlich Olivenöl und nur einem kleinen Schuss (max. 1 TL) Balsamico abschmecken. Italienische Kräuter, Knoblauch und/oder Petersilie machen das Ganze zu einer herrlichen Beilage bzw. können sie so auch für das Sugo oben direkt verwendet werden!

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5 Kommentare zu „Pasta mit Paprikasugo

    1. Hi!
      Das ist aber SEHR lieb von dir!
      Hab beides noch nicht probiert, gehe aber davon aus, dass sie aufgrund ihrer botanischen Verwandtschaft auch problematisch sein könnten. Ich würde es aber auf einen Versuch ankommen lassen – im Sinne von „try & error“ – vielleicht werde ich dann zur saisonalen Dauerabnehmerin 😉
      Lass unbedingt von dir hören, wenn dein Garten Früchte trägt – find ich echt genial!!!
      Danke!

      Ganz liebe Grüße,
      Catha

  1. Oje, das ist ja gemein, dass du Tomaten nicht verträgst! Ich kann keine rohen Tomaten essen weil ich sonst brutale Bauchschmerzen bekomme, aber mir schmecken sie eh nur gekocht – Glück gehabt;)
    Das Paprikasugo hört sich allerdings so lecker an, das würd ich jeder Tomatenform vorziehen:)
    Grüßle =)

    1. Haha…naja, es ist nur ein dürftiger Ersatz – aber wirklich ganz lecker! Nur auf die im Tomatensugo obligatorische Zuckerprise sollte hier verzichtet werden, weil die Paprika von Natur aus schon sehr süß sind…
      Weißt du warum du keine rohen Tomaten verträgst?
      Da hast ja echt Glück, dass dir die eh nicht schmecken – weil meist sind die Dinge besonders verführerisch, die „verboten“ sind 😉
      Aber wer kann sich schon ständig an Verbote halten…
      LG,
      *C*

      1. warum ich keine rohen tomaten vertrage weiß ich gar nicht, aber bis jetzt hatte ich auch noch keinen grund nachzuforschen.. ist immer eine gute ausrede, wenn man sie eh nicht mag;)
        an verbote halten ist echt nicht einfach. noch schlimmer gehts mir nämlich mit süßstoffen, die killen meinen magen total, aber es ist inzwischen überall drin:/ letztens hat mich ein radler weggerichtet, ich hätt nie gedacht, dass das zeug auch schon ins radler kommt:(
        grüßle 🙂

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