Leichte Roggenbrötchen

Nachdem sich die Dinkel-Weckerl einen fixen Platz am sonntäglichen Frühstückstisch erobert hatten, war es Zeit für Konkurenz. Und wo, wenn nicht bei Plötzblog, wird man fündig, wenn man auf der Suche nach alternativem Gebäck ist!

2013-04-28 11.04.52

Ich bin ein großer Freund der Über-Nacht-Gare – nicht zuletzt aus zeitpraktischen Gründen, auch weil sich durch die lange Teigruhe ein wunderbares Aroma im Teig entfaltet. „Zeitpraktisch“ mag bei einer Ruhezeit von 10 Stunden paradox klingen – aber Tatsache ist, dass man am Vorabend den Teig nur zubereiten muss (selbst das Kneten wird von der Maschine erledigt) und am nächsten Morgen kann schon geformt und gebacken werden – ein selbstgemachter „Fertigteig“ sozusagen 🙂

Bei diesem Rezept handelt es sich um ein Roggen-Weizen-Mischgebäck, welches seine besondere Note durch den Zusatz von Grieß und Kernöl erhält. Das ursprüngliche Rezept sieht Hartweizen vor, den hatte ich aber nicht und daher folgt hier eine etwas abgewandelte Variante von Lutz‘ rustikalen Morgenbrötchen:

ZUTATEN (8 Stück)

225g glattes Weizenmehl
100g Roggenvollmehl
75g Weizengrieß
200g Wasser + 50g Milch
9g Frischhefe
10g Salz
8 g Kürbiskernöl
Nach Wunsch: 1 EL grobgemahlene Brotgewürze
Mehl, Kleie oder Schrot zum Bestreuen der Arbeitsfläche

20130420-Roggenbrötchen_1Milch und Wasser leicht erwärmen, Hefe darin auflösen.
Mehlsorten, Grieß und Salz (Gewürze) in die Rührschüssel der Knetmaschine sieben und die aufglöste Hefe hinzufügen. Auf niedrigster Stufe 5 Minuten kneten, dabei das Kürbiskernöl langsam dazufließen lassen.
Anschließend die Rührgeschwindigkeit auf 2.-3. Stufe erhöhren und weitere 10 Minuten kneten lassen. Der Teig wird recht klebrig, kann aber durch kurzes Erhöhen der Knetgeschwindigkeit etwas komprimiert werden und anschließend mit Hilfe eines Gummispatels in eine Schüssel, die in den Kühlschrank passt, umgefüllt werden. Die Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken und den Teig im Kühlschrank (wärmste Zone – also eher oben – wählen) über Nacht gehen lassen (etwa 8-10 Stunden).

Am nächsten Morgen den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, Mehl/Kleie/Schrot und ein Nudelholz sowie ein Blech mit Backpapier bereit stellen.
Teig auf die bestreute Arbeitsfläche geben und mit Mehl/Kleie/Schrot bestreuen, zu einem Kreis ausrollen, diesen wie eine Torte achteln und die gewonnenen Teigecken ähnlich einem Kipferl zum Spitz hin aufrollen.

20130421-Roggenbrötchen_2Auf das Blech setzen und 45 Minuten an einem warmen, nicht zugigen Ort gehen lassen.

Ofen auf 230°C (Ober-Unter-Hitze) vorheizen, dabei eine feuerfeste kleine Schale mit Wasser miterhitzen (Dampfentwicklung).

Die aufgegangenen Roggenbrötchen nun in den heißen Ofen schieben (ggf. noch mit einer Sprühflasse Wasser rundherum einsprühen) und für etwa 20 Minuten backen.

20130421-2013-04-21 10.44.10Diese Brötchen sind herrlich leicht und luftig und auch am nächsten Tag noch wunderbar weich – das Kernöl macht sich eigentlich nur durch eine dezente Grüntönung der Krume bemerkbar!
Wundervoll!

20130421-2013-04-21 10.46.37Ein sonniger Gruß vom Sonntagsfrühstück:

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Ein Kommentar zu „Leichte Roggenbrötchen

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